9. Klasse (15-16 Jahre)

Als ich in der 9. Klasse war, zogen wir endlich (endlich, endlich, endlich)  in die Kleinstadt zurück. Die Nachmieter waren so nett meine Katzen zu übernehmen und auch zu füttern. Ich hatte zu dem Zeitpunkt 4 Katzen. 2 Halbwüchsige (Kim und Hiroshima)  waren halbwild, weil die Mutter Kressi sie versteckt aufgezogen hatte. Leider konnte ich keine behalten. Ich glaube, sie hätten sich in der Stadt an der Straße, die wirklich viel befahren wurde,  nicht zurecht gefunden. Abgesehen davon hatten der Vermieter und auch mein Stiefvater etwas gegen Katzen.

Das Haus, in das wir zogen, war unser „Traumhaus“. Schon Monate zuvor hatten wir uns vorgenommen, in dieses Haus zu ziehen, sobald die Vormieter, Bekannte meines Stiefvaters, ausgezogen waren. Wann immer meine Mutter und ich an dem  Haus vorbei kamen, warfen wir begehrlich Blicke darauf und sagten laut: Da ziehen wir hin!!!

Eigentlich hatte meine Mutter den Resthof für 15 Jahre gepachtet, doch zum Glück fand sie Nachmieter und wir zogen schon nach 5 Jahren um. Normalerweise hätte ich wieder die Schule wechseln müssen, aber  es hieß, dass sich das für die letzten beiden Jahre nicht mehr lohnen würde. Glück gehabt! Es war so wunderbar wieder in der Stadt zu wohnen. Einfach einkaufen zu gehen, einfach zur Schule zu gehen und auf dem Heimweg noch ein wenig durch die Stadt zu schlendern.  Oder auch mal mit dem Rad zu fahren und mich mit Freunden zu treffen, denen ich ja jetzt gut 7 km näher gekommen war.

Meine Mutter legte ein freies Jahr ein. Sie wurde für 1 Jahr arbeitslos, mit der festen Zusage zur Wiedereinstellung. Ganz was neues, nach Hause zu kommen und das Essen stand (manchmal) auf dem Tisch. Es war auch ein ganz neues Gefühl nicht in eine leere Wohnung zu kommen.  Das hatte ich seit der  Grundschule nicht erlebt.

Unsere Vermieter, die nebenan wohnten,  waren sehr nett (mal abgesehen von der Abneigung gegenüber Katzen.) Tatsächlich bin ich heute noch mit der Familie  befreundet und inzwischen sind wir auch in einer Gemeinde.

Wir hatten hinter dem Haus eine große Wiese, die wir aber nicht mähen mussten. Außerdem legte die Vermieterin für uns eine Reihe Erdbeeren an, die wir essen durften.
Wir bekamen auch häufig anderes Gemüse, denn die Vermieter hatten selbst einen riesigen Gemüsegarten. Direkt hinter den Gärten war ein kleiner Fluss.  Wir hatten zwar keinen eigenen Steg, durften aber natürlich den Steg der Nachbarn benutzen. Der Wasserstand wurde mit einem Wehr geregelt, so dass ich niemals Hochwasser erlebt habe. Aber manchmal haben Nachbars Kinder und ich ein Schlauchboot zu Wasser gelassen und sind ein wenig herum gepaddelt.  Geschwommen sind wir in dem Wasser aber nicht.

Gute Nachrichten

Manchmal mag man gar nicht die Zeitung aufschlagen. Schlechte Nachrichten sind für Zeitungen „gute“ Nachrichten. Friede, Freude, Eierkuchen lockt keinen Leser hinter dem Ofen vor. Heute habe ich mich über folgenden Artikel gefreut, der so gar nichts mit großer Politik und Weltgeschehen  zu tun hat.

huhn

Ich verstehe – nicht – nur Bahnhof

  • Allgemein

    • Verfügbare Gehäusefarben: Schwarz, Weiß
    • Betriebssystem: Android™ 6.0
    • Interner Speicher: 16 GB
    • Speicher erweiterbar um: 200 GB
    • SIM-Karte: Nano-SIM
    • Telefoniefähig
    • SMS-fähig
  • Prozessor

    • Hersteller / Bezeichnung:
    • Leistung: 1,6 GHz Octa-Core
  • Display

    • Typ / Bezeichnung: TFT
    • Größe: 25,65 cm (10,1″)
    • Auflösung: 1920 x 1200 Pixel
  • Kamera

    • Fotoauflösung: 8 Megapixel
    • Videoauflösung: 1920 x 1080 Pixel
    • Zweite Kamera: 2 Megapixel
  • Schnittstellen

    • Datentransfer: GPRS, EDGE, UMTS, HSPA+, LTE
    • WLAN / WiFi-Direct: 802.11 a/b/g/n/ac (Dual Band)
    • Bluetooth: v4.2
    • Navigation: GPS
    • Ladeanschluss: Micro-USB
  • Multimedia

    • 3,5mm Klinke
  • Bedienung

    • Touchscreen
    • Sprachsteuerung
    • Freisprechen
  • Weitere Technische Details

    • Außenmaße: 254,2 x 155,3 x 8,2 mm
    • Gewicht: 525 g
    • Arbeitsspeicher: 2 GB
    • Akkutyp: Li-Po
    • Akku Kapazität: 7300 mAh
  • Lieferumfang

    • USB-Kabel
    • Gerät
    • Akku
    • Ladegerät
    • Bedienungsanleitung

Überrollt

Seit Tagen kämpfe ich mit einer möglich Tablet-Bestellung. Ja, jetzt soll es doch ein Tablet sein, denn telefonieren kann ich immer noch mit meinem Handy. Es ist auf jeden Fall praktischer. Alle Smartphone-Besitzer in meinem Bekanntenkreis, finden telefonieren mit Smartphone unkomfortabel.   Natürlich ist ein Smartphone handlicher, aber eben auch kleiner. Und wenn ich eine Zeitschrift lesen will, kriege ich vermutlich den Wisch-Koller. Ich hätte es gerne, um meine Spiele  spielen zu können (die, nach denen ich süchtig bin), um bei WordPress zu lesen und evtl. zu schreiben, um mit Pockemon Go mehr rauszugehen. Wenn man dann noch das ein oder andere Filmchen ansehen und eben besagte Zeitschrift lesen könnte, wäre das auch ganz schön. Besonders wenn ich aushäusig übernachte, habe ich so eine Verbindung zur Heimat. Und wenn mal wieder ein Stellwerk brennt, könnte ich selbst nachsehen, wie ich von links nach rechts komme.

Also was jetzt? Tablet oder Smartphone? Oder doch lieber Phablet?  Reichen 2 GB im Monat, oder müssen es doch 5 sein?

Während ich mich mit all diesen Fragen herumschlage, zeigt mir Amazoon ein Angebot für Alexa. Gerade haben sich noch alle über den automatischen Waschmittel-Bestellknopf aufgeregt, da bietet Amazoon sein neues Highlight. Mit Alexa kann man reden. ^^

Sicher schön für Singles. Wenn ich nach Hause komme, werde ich von Alexa begrüßt. Sie sagt mir auch: Du musst mal wieder deine Blumen gießen, die Fische füttern und weckt mich pünktlich zur gewünschten Zeit. Außerdem weiß sie anscheinend alles, bzw. weiß wo es steht. Während ich also koche, kann ich sie bitten mir etwas Musik anzumachen, die Nachrichten vorzulesen oder  ein Hörbuch abzuspielen.Ich könnte sie fragen, wie das Wetter wird (dann muss ich nicht mehr aus dem Fenster schauen) und sie bitten mal zu checken, ob das „Bed ’n‘ Breakfast ohne Breakfast“ am nächsten Wochenende noch ein Bett für mich frei hat. Und sie lernt dazu, kann Witze erzählen und Dinge bestellen …. Schöne neue Welt…

Und was bestelle ich mir jetzt? Tablet? Smartphone? Alexa?

 

Gestern morgen auf dem Weg zur Arbeit

rettete ich in der Waschküche eine Kellerspinne aus einen Eimer mit etwas Wasser.

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Zwecks Vergleich mit Autoschlüssel

Die Spinne lebte noch, war aber sichtlich erschöpft. Zum Glück hat mir mein Spinnen-Horror-Szenario keine Spinnenphobie eingebracht. (So groß wie diese war die Spinne  von neulich übrigens nicht)

Nach dem ersten Kilometer sah ich wieder den Mann. Den Mann mit dem Rock.
Er sieht schon aus wie ein Mann und ist nicht etwa so gestylt wie Conchita – dazu fehlt ihm sicher das Geld. Heute morgen trug er eine schreckliche rote Jacke – viel zu warm für die herrschenden Temperaturen-, einen kurzen Rock, Nylonstrümpfe und Pumps. Manchmal sieht man ihn auch imTutu die Straße entlangstöckeln.
Ich muss sagen, dass ich den Mut  dieses Mannes bewundere. Denn sicher muss er sich einiges anhören, wenn er durch die Stadt geht. Dennoch trägt er, was er will und nicht was sich gehört. ^^

Einige Kilometer weiter kam mir eine junge Frau auf einem Pferd entgegen.  Ein schöner Haflinger schritt  über den Bürgersteig und wirkte so friedlich, obwohl ein Jack Russel Terrier sich darob kläffend empörteund ich dachte: so könnte es sein, wenn das Auto nie erfunden worden wäre. Auch wenn es in unserer Gegend ziemlich viele Pferde gibt, stehen sie doch meistens auf der Weide und  man trifft sie selten auf der Straße.

Der Rest der Strecke war dann eher normal: ich fuhr keinen Mann an, der ohne zu schauen die Straße überquerte, ich hatte keinen Bus vor mir, Radfahrer ließen sich gut überholen und die Schranke zum Parkdeck funktionierte.
Ich kam sehr entspannt auf der Arbeit an.

🙂

 

 

 

Süße Herzen und ein Lächeln am Himmel

 

In unserer Kirche fand gestern ein Gottesdienst mit 4 Taufen statt. Da die Täuflinge schon älter sind, wollten sie eine richtige Taufe haben und nicht nur ein wenig Wasser auf den Kopf geträufelt bekommen. Dazu haben wir uns eine andere Kirche „geliehen“

Die Baptisten unserer Stadt waren auf einer Freizeit, wir durften ihre Kirche und damit ihr Taufbecken benutzen. Bei den Baptisten ist es üblich, sich ganz bewusst für die Taufe zu entscheiden. Denn wenn man als Baby getauft wird, dann entscheiden ja andere für einen. Daher gibt es in den Kirchen der Baptisten ganz andere Taufbecken.

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Taufbecken XXL

Anschließend wurde im Garten gegrillt und etwas später sehr  leckerer Kuchen gegessen. Daher kommt mein siebenunzwanzigste Montagsherz mal wieder süß  und in größerer Menge daher als Deko auf der Torte.

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Weißt du wie viel Herzchen li-iegen, auf der To-orte schokosüß?

 

Und noch etwas später, zeigte uns der Himmel ein Lächeln, mit einem sehr ungewöhnlichen Regenbogen

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Regenbogen – mal ganz anders

 

Weitere Montagsherzen gibt es bei  Frau Waldspecht

Fische

Kuno, der Killerwels, soll im Jahre 2001 einen Dackel vernascht haben. Groß genug könnte er gewesen sein.😉

Die ganze Geschichte gibt es hier.

Fisch Höchstalter Höchstgewicht Höchstlänge
(ca. in Jahren) (ca. in kg) (ca. in cm)
Wels 100 200 350
Hecht 70 30 160
Karpfen 45 40 120
Karausche 30 5 60
Brachsen 30 10 90
Zander 25 20 130
Schleie 25 10 70
Rotauge 25 3,5 60
Barsch 25 4 60
Rotfeder 19 3,5 60
Barbe 18 10 100
Döbel 17 8 80
Aal 16 7 140
Regenbogeforelle 15 15 90
Bachforelle 15 18 100
Äsche 14 4 60

Quelle: Angelbuch für Kids, Thomas Gretler, ISBN 978-3440149324

 

 

8. Klasse

Als ich in der 8. Klasse war, riss eines Tages im Werkunterricht der Innenmeniskus  meines  rechten Knies. Ich war in die Hocke gegangen und als ich wieder aufstehen wollte, konnte ich nicht mehr auftreten.
Irgendwer brachte mich nach Hause.  Am nächsten Tag ging meine Mutter mit mir zum Arzt. Ich bekam einen Verband und blieb erst mal  zwei Wochen zu Hause. Durchs Haus bewegte ich mich auf einem Bein hüpfend, die Treppe rutschte ich auf dem Po hinunter. Weil es nach zwei Wochen immer noch nicht besser war, überwies uns der Hausarzt zum Orthopäden. Der fand dann die Sache mit dem Innenmeniskus heraus und meinte, da helfe nur eine Operation. Und Fußballer hätten das alle Naselang. Am 27. Dezember kam ich ins Krankenhaus. Ich hatte zuvor ein Testament gemacht und meine ganzen Weihnachtsgeschenke an Freunde und Verwandte verteilt. Ich war ziemlich sicher, dass ich diese Operation nicht überleben würde. Ich hatte mir ja auch nie vorstellen können, 40 zu werden. Für mich war klar, dass das jetzt das Ende war.

Ursprünglich sollte bei mir eine Rückenmarknarkose vorgenommen werden, aber dann hatten die Ärzte wohl Angst dass ich vom Operationstisch springen könnte, da nicht mal die Beruhigungsspritze vorweg anschlug. Und so bekam ich eine „richtige“ Narkose.
Und die habe ich sogar überlebt. ;-)  Allerdings eröffnete man mir hinterher, dass ich ein 80-jähriges Knie hatte. Mein Knie zeige den Verschleiß einer 80-Jährigen . Was ich mit meinem Rentnerknie allerdings tun oder lassen sollte, wurde mir nicht mit geteilt.

Der Orthopäde, der mich ins Krankenhaus überwiesen hatte,  hatte behauptet, nach der Operation müsste ich höchstens eine weitere Woche im Krankenhaus bleiben aber es wurden dann doch fast 4 Wochen daraus.  Dummerweise war der Winter 1978/79 sehr schneereich. Dieses hatte zur Folge, dass es ständig „schneefrei“  für die Schulen gab. Ähnlich wie Pippi Langstrumpf, die es ungerecht fand, dass sie keine Ferien bekam, wurmte es mich, dass ich im Krankenhaus lag und dadurch „schneefrei“ verpasste. Allerdings hatten die Schneemassen auch noch zur Folge, dass meine Mutter, die Angst hatte, bei Schnee Auto zu fahren, mich nicht sehr häufig besuchen konnte, da es bis zum Krankenhaus 25 km waren. Und natürlich besuchte mich auch sonst niemnd.

Nach dem Aufenthalt im Krankenhaus wurde ich mit einem Minibus zur Schule gefahren, was mir sehr unangenehm war. Außerdem hatte ich während meiner gesamten Krankheit mindestens 15 kg zugenommen.  Es war eigentlich logisch, dass man zu nimmt, wenn man sich kaum noch bewegt, aber ich war bis dahin ein schlanker Mensch gewesen und hatte nie Gewichtsprobleme gekannt.

Mein Knie wurde irgendwie nie wieder besser. Gleich am Anfang sammelte sich Wasser an, wovon das Knie schrecklich anschwoll und punktiert werden musste, was wirklich schmerzhaft war. Für Sport brachte mir das Knie endlich ein Attest ein, Anfangs ein echtes, später ein erbetteltes und noch später auch ein gefälschtes. Ich hatte nicht die Absicht, mich jemals wieder einem Sportlehrer auszuliefern.
Ich bekam Elektromassage und irgendwann endlich Einlagen, aber es wurde nie wieder das Knie, das es mal war. Bis ich wieder auf Mauern und Bäume hätte klettern können, war ich zu alt dafür und auch zu dick.

Von einer, die (sich) auszog, das Fürchten zu lernen

Dieses Erlebnis hatte ich bereits in der Nacht von Freitag zu Samstag.

Ihr kennt vielleicht das Märchen:

Von einem, der auszog, das Fürchten zu lernen.

Der Held der Geschichte fürchtet sich weder vor wilden Ebern, noch bösartigen Einhörnern. Der gewünschte Effekt tritt erst ein, als seine Freundin ihm einen Eimer toter Fische in den Kragen kippt.

 

Am Sonntag sollte bei unserer Kirche ein Trödelmarkt stattfinden. Die Orgel benötigt eine Wartung und da wir eine Freikirche sind, bezahlen wir sehr viel aus eigener Kasse. Gemeindefest mit Flohmarkt.
Flohmarktsachen hat ja jeder genug im Schrank, aber irgendwie fehlten mir noch ein paar Highlights und so nutzte ich meinen freien Freitag um in Freundes Schuppen und Keller hinein- und hinabzusteigen und in alten Dingen zu stöbern. Die Ausbeute war überwältigend. Außerdem fand ich neben allerlei Trödel auch allerlei Rost und als ich anfing Rost zu fotografieren, holte mein Bekannter noch richtig tolle „Rostpartikel“ aus allen Ecken und Winkeln. (Er war etwa so erstaunt, dass es Leute gibt, die Rost fotografieren und die Bilder im Internet posten, wie ich, als ich das erste Mal hörte, dass Leute ihr Essen fotografieren und das dann im Internet veröffentlichen.😉 )

Nachts im Bett lag ich in süßem Schlummer als ich plötzlich ein Kitzeln am Bein spürte und zuschlug – im Halbschlaf – und merkte, dass ich etwas irgendetwas erwischt hatte….

Ich verließ mein Bett. Mit dem Daumen hielt ich fest, was auch immer es war und taumelte zum WC, wo ich meine Beute fallen ließ. Dann noch mal zurück zum Bett, weil ich meine Brille brauchte. Im WC lag eine recht dicke Spinne. Keine von den Weberknechten, die in meinen Zimmerecken wohnen und brav Mücken und kleine Fliegen fangen. Dieses war eindeutig eine etwas kleinere Kellerspinne. Etwa so groß, wie ein 1-Euro-Stück.

Aaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaah!

 

Eigentlich habe ich nichts gegen Spinnen, aber mit ins Bett muss ich sie nicht nehmen. Seit dem kitzelt es ständig irgendwo. Trotz der Wärme habe ich neuerdings im Bett mehr an, als am Tage. Und aus alten Kellern werde ich vorerst raus bleiben…